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Feinstaub


Feinstaub (PM10) gilt heute als lufthygienischer Leitstoff und Hauptindikator für die Gesundheitsbelastung, speziell im Winterhalbjahr. Der Winter ist in unseren Breitengraden häufig von Inversionslagen geprägt (oben blau - unten grau). Bei wenig Wind und unterhalb einer kompakten Nebeldecke konzentrieren sich die Luftschadstoffe wie in einer Käseglocke.


Aktuelle Situation


Die aktuelle Feinstaubbelastung der Luft finden Sie unter www.in-luft.ch . Auf der BAFU-Website finden Sie einen Film mit den Tagesmittelwerten in der Schweiz.


Quellen


Die hohe PM10-Belastung lässt sich auf eine Reihe verschiedener Quellen zurückführen: Emissionen von Industrie- und Gewerbeanlagen, Baustellen, Verkehr (Dieselruss, Abrieb und Aufwirbelung durch Fahrzeuge) sowie

Verbrennen von Holz in Cheminées und Holzfeuerungen

Verbrennen von nicht trockenem Holz.

Die PM10-Konzentrationen können nur dann weiter gesenkt werden, wenn Massnahmen bei all diesen Emissionsquellen greifen.


Der Nebel ist nicht Verursacher der hohen Feinstaubbelastungen. Die Nebeldecke verhindert aber, dass die vom Menschen in die Luft gebrachten Feinstäube sich verdünnen und abtransportiert werden. So reichern sie sich während Hochnebelperioden zunehmend an.


Auswirkungen


Erhöhte Schadstoffkonzentrationen haben negative Folgen für die Gesundheit. Feine Staubpartikel werden bis in die Lungenbläschen transportiert und erhöhen das Risiko von Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislaufproblemen. Insbesondere Dieselruss ist sehr gesundheitsgefährdend, weil er aus extrem kleinen Teilchen besteht. Eine Reduktion von Dieselruss ist aus gesundheitlicher Sicht unbedingt notwendig, kann jedoch das PM10-Problem im Winter nicht alleine lösen.


Massnahmen


In den letzten Jahren wurden Massnahmen zur PM10-Reduktion umgesetzt, z.B. Emissionsbegrenzungen bei Industrieanlagen und Feuerungen sowie Abgasvorschriften für Motorfahrzeuge. Die Feinstaubbelastung wurde dadurch zwar gesenkt, aber die Situation ist noch nicht befriedigend.
Geplant sind weitere Massnahmen wie strengere Abgasvorschriften für schwere Motorfahrzeuge, finanzielle Anreize zur Förderung der Partikelfilter bei Diesel-Personenwagen und der Einsatz von Partikelfiltern in Baumaschinen. Zur Verringerung der Feinstaubbelastung trägt zudem der sachgerechte Betrieb von Holzfeuerungen bei (siehe Kampagne der Zentralschweizer Kantone "Richtig feuern mit Holz" unter www.umwelt-zentralschweiz.ch oder Faltblatt im PDF-Format).


Was kann der Einzelne tun?


Unterlassen werden sollte im Winter jede Art von Feuer im Freien. Insbesondere sollten keine grünen Holzabfälle verbrannt werden. Vermeiden Sie auch das Heizen mit Stückholz, wenn eine alternative Wärmequelle vorhanden ist. Ist die Stückholzheizung die einzige Heizmöglichkeit, achten Sie auf trockenes Holz, einen nicht übermässig gefüllten Feuerraum und eine stetige heisse Flamme. Das Feuern in Cheminées sollte ganz unterlassen werden.


Auf Baustellen und in Gewerbeanlagen sollten Arbeiten vermieden werden, die Staub frei setzen.


Benützen Sie ihr privates Fahrzeug massvoll und nur wenn zwingend notwendig. Tun Sie sich mit anderen zu Fahrgemeinschaften zusammen.


Inversionslagen

Inversionslagen sind geprägt von wenig Wind und einer kompakten Nebeldecke (im Bild der Pilatus von der Rigi aus).


Schlittler auf der Rigi mit Blick auf Nebeldecke und Pilatus

Infopaket „Feinstaub“:


Text; "Feinstaub macht krank"


Text "Kein Diesel ohne Filter"


Bild Partikelfilter


Bild Verkehr im Winter


Bild Lungensystem (ppt-Format)


Text "Heizen mit Holz trotz Feinstaub? Ja, aber richtig!"


Weitere Informationen

Aktuelle Situation in der Zentralschweiz