
Im Kanton Luzern gibt es rund 22'000 Betriebe. Etwa 5'000 davon sind bedeutsam bezüglich Abwasser. 1'700 Betriebe reinigen ihr Abwasser mit eigenen Behandlungsanlagen von Problemstoffen wie Säuren, Laugen, Schwermetallen, Mineralölen oder Lösungsmitteln. Einige dieser Stoffe werden natürlicherweise nicht oder nur teilweise abgebaut und blieben ohne Behandlung im Wasser. Andere Stoffe sind schädlich für das Kanalisationssystem oder die Kläranlagen und müssen aus diesem Grunde aus dem Abwasser entfernt werden.
Die Luzerner Abwasservorbehandlungsanlagen (AVA) reinigen jährlich rund 7 Millionen Kubikmeter Betriebsabwasser und entfernen daraus etwa 400 Tonnen Chemikalien und 9'000 Tonnen organische Stoffe.
Die wichtigsten Stoffe, die aus dem Abwasser entfernt werden müssen:
Säuren und Laugen zerstören die teuren Kanalisationsleitungen und töten die Organismen, die in den kommunalen Kläranlagen unser Abwasser reinigen.
Die meisten Schwermetalle sind giftig und gehören nicht ins Abwasser. Die Trinkwasserleitungen und Gefässe aus Blei sollen einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Untergang des römischen Reiches geleistet haben.
Mineralöle und Lösungsmittel sind schwer abbaubar und verbleiben lange in unserer Umwelt. Ein Liter Mineralöl macht eine Million Liter Wasser unbrauchbar.
Die meisten chlorierten Lösungsmittel sind Gift für unser Nervensystem. Sie zerstören auch schon in geringen Mengen die Organismen in den Faultürmen der kommunalen Kläranlagen.
Viele andere Chemikalien sind nicht harmlos z.B. auch Bleichmittel oder Desinfektionsmittel.

