
Einzugsgebiet Seefläche Maximale Tiefe Seepegel Wasseraufenthaltszeit 61.9 km2 14.4 km2 87 m 505 15 Jahre
Der Sempachersee ist wohl einer der weltweit best untersuchten Seen. Drei Viertel seines Einzugsgebiets wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Wasseraufenthaltszeit ist zudem hoch, was zu einer geringen Verdünnung der eingetragenen Stoffe führt. Träger der laufenden Seesanierung ist der Gemeindeverband Sempachersee. Die Dienststelle lawa koordiniert die seeexternen Massnahmen, die Dienststelle uwe berät den Gemeindeverband und führt die Erfolgskontrolle der getroffenen Massnahmen durch.
Der seit 1965 festgestellte Anstieg der Phosphorkonzentration im See führte zu erheblichem Sauerstoffmangel im Tiefenwasser. Ab Mitte der 1980er-Jahre wurde daher im Winter mit Druckluft die natürliche Zirkulation des Sees unterstützt und im Sommer feinblasig Sauerstoff ins Tiefenwasser eingetragen. Damit sollten die Sauerstoffverhältnisse im Tiefenwasser verbessert werden (Ziel über 4 mg 02 pro Liter). Mit seeexternen Massnahmen ( Phosphorprojekte ) wurde in den vergangenen Jahren der Nährstoffeintrag in den See zunehmend verringert. Heute ist bezüglich Phosphor das Zwischenziel von 30 mg/Kubikmeter erreicht. Die natürlichen Sauerstoffverhältnisse im Tiefenwasser und die damit verbundene Naturverlaichung der Felchen sind jedoch noch nicht wieder hergestellt.
Durch den eher geringen Siedlungsdruck sind am Sempachersee noch einige Naturufer erhalten. Teilflächen des Sees und Ufer stehen unter Naturschutz. Der Verein ’Pro Sempachersee’ engagiert sich für die Anliegen des Naturschutzes und sorgt auch für die Einhaltung der Vorgaben der Schutzverordnung im Auftrag des Kantons.

Wasserqualität
Auswertungen Zuflussuntersuchungen 1998 - 2003
Rechtsgrundlagen:
Verordnung über die Verminderung der Phosphorbelastung der Mittellandseen durch die Landwirtschaft

