
Einzugsgebiet | Seefläche | Maximale Tiefe | Seepegel | Aufenthaltszeit des Wassers |
2124 km2 | 114 km2 | 214 m (Urnerbecken) | 433.6 m.ü.M | 3.4 Jahre |
Der Vierwaldstättersee erstreckt sich über die fünf Anliegerkantone Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern. Diese führen die Gewässerüberwachung von See und Einzugsgebiet im Rahmen der Aufsichtskommission Vierwaldstättersee gemeinsam durch und koordinieren die Gewässerschutzmassnahmen. Auch andere Schutz- und Nutzungsaspekte (Fischerei, Privatschifffahrt, usw.) werden über die Kantonsgrenzen hinweg abgestimmt und sind in Vereinbarungen geregelt. Der See wird auch zur Trinkwassergewinnung genutzt.
Das Wasser des Vierwaldstättersees weist heute eine gute Qualität auf. Mit dem Ausbau der Abwasserreinigungsanlagen hat sich die Phosphor-Konzentration im See auf einem tiefen Wert eingependelt (unter 5 mg pro Kubikmeter). Die Produktivität des Sees ist damit sehr gering, die Sichttiefen sind daher hoch. Der See ist auch für die Erholungsnutzung attraktiv (Baden, Surfen, Segeln, usw.).
Der Vierwaldstättersee, als Alpenrandsee, bildet einen einmaligen Landschafts- und Naturraum (BLN Objekt Nr. 1606) . Kulturhistorisch interessante Hotels, Villen, Schlösser mit deren Parkanlagen zeugen vom Aufschwung des Fremdenverkehrs ab Ende des 19. Jahrhunderts. Diese Ensembles gilt es auch in Zukunft zu erhalten. Die wenigen für die Gewässerökologie wertvollen Flachuferbereiche sind vor weiteren Eingriffen und übermässiger Nutzung zu schützen.
Ab 2009 wird das Nadelwehr in der Stadt Luzern saniert und erneuert. Die Auswirkungen der geänderten Seeregulierung werden in einem Monitoring bis 2015 verfolgt. Untersucht werden die Module Hydrologie, Feuchtgebiete, Wasserpflanzen, Amphibien, Hecht und Äsche. Erste Ergebnisse werden im Jahre 2012 erwartet.


