
Einzugsgebiet Seefläche Maximale Tiefe Seepegel Wasseraufent-haltszeit 4.6 km2 0.46 km2 16 m 419 m.ü.M. 0.4 Jahre
Der Rotsee gilt für die Ruderer als ’Göttersee’, er bietet aber auch für Naturfreunde und Erholungssuchende einiges. Der See und seine Ufer stehen unter Naturschutz, das Abstimmen der Schutz- und Nutzungsanliegen gerade mit den internationalen Ruderwettkämpfen bleibt eine Herausforderung. Die Ufer- und Gewässerpflege sowie Vergabe von Fischereipatenten erfolgt durch den Quartierverein Maihof.
Noch vor einigen Jahrzehnten war der See durch die Einleitung von Siedlungsabwässern stark beeinträchtigt, es herrschten teilweise gravierende Zustände (Gestank, Algenblüten). Auch die Zufuhr von Wasser aus der Reuss (Reuss-Rotseekanal ab 1922) brachte keine nachhaltige Verbesserung. Erst mit einer konsequenten Abwassersammlung und –reinigung ab den frühen 70er Jahren verbesserte sich die Wasserqualität des Rotees merklich.
Sedimentproben zeigen, dass der Rotsee bereits zur Römerzeit ein recht nährstoffreiches Gewässer mit nur geringer Wasserumwälzung war. Das Wasser wird dabei trüb und ’wolkig’. Zudem verfärbt sich das Seewasser je nach Algenart grün bis rot.
Seit 2007 treten im Rotsee vermehrt Algenblüten auf. Untersuchungen haben gezeigt, dass es sich um eine aus Nordamerika eingeschleppte Blaualge (Lyngbia birgei) handelt. Giftige Stoffe konnten bei dieser Art bisher nicht nachgewiesen werden. Gesundheitsrisiken sind denn auch keine bekannt. Hingegen kommt es beim Zerfall der Algen zu einem starken, unangenehmen Fäulnisgeruch. Es ist davon auszugehen, dass bei weiterer Verminderung der Nährstoffe im Seewasser die heutige Dominanz der Alge wieder verschwinden wird.
Eine Gefährdung der Gesundheit durch den Badebetrieb oder durch das Einatmen der unangenehmen Gerüche besteht nicht. Wir raten dennoch, die allgemeinen Hygienemassnahmen nach dem Baden (ausgiebig Duschen, gut abtrocknen) einzuhalten.
Bei der Algenart im Mauensee (vgl. Kleinseen) handelt es sich ebenfalls und eine Blaualgenart (Woronichinia naegeliana). Die schillernden Farben an der Wasseroberfläche entstehen durch Lichtbrechungen an der Oberseite der Algenansammlungen.

