
Wigger und Luthern entspringen im Napfgebiet und bilden zwei mittelgrosse Fliessgewässer. Im historischen Städtchen Willisau vereinigen sich die Buech- und die Enziwigger. Die Luthern als Hauptnebengewässer mündet bei Nebikon in die Wigger.
Wigger und Luthern können bei Gewitterregen am Napf stark anschwellen. Vereinzelt werden die Gewässerläufe zur Stromproduktion genutzt. Vom früher ausgedehnten Kanalsystem zur Wässerung der Landwirtschaftsflächen sind heute nur noch Überreste vorhanden. Die gereinigten Abwässer der Kläranlage Oberes Wiggertal werden im Unterlauf der Wigger bei Reiden dem Fluss abgegeben.
Wigger und Luthern werden vor allem im Unterlauf durch die Landwirtschaft im Einzugsgebiet zunehmend belastet (Wigger-Dagmersellen). Bei Reiden kommen zusätzlich die gereinigten Abwässer der Kläranlage Oberes Wiggertal dazu (Wigger-Reiden). Am Unterlauf der Wigger werden nicht alle gesetzlichen Zielwerte eingehalten (Phosphor-Parameter).
Die Gewässerstrecken der Wigger und Luthern sind gegen 55% in einem ’stark beeinträchtigten’ bis ’künstlichen’ Zustand (Ökomorphologie). In der Regel fehlt ein naturnaher Uferbereich und die Gewässerböschungen sind hart verbaut. Einzig Seitengewässer und Oberläufe weisen noch einige ’wenig beeinträchtigte’ bis ’natürliche’ Gewässerstrecken auf (rund 39%).


