
An je rund 30 Stellen wird die Wasserqualität der Gewässer und der Grundwasservorkommen im Kanton erfasst. Die Grundwasserbeobachtung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem BAFU .
Häufigkeit und Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten widerspiegeln die Qualität unserer Gewässer. Daher wird die Artenzusammensetzung der wirbellosen Kleintiere in den Flüssen und Bächen unter die Lupe genommen. Dies aufgeteilt auf vier Regionen im Kanton und im Rahmen von zwei Beobachtungsprogrammen (’DÜFUR’, Programm der Urkantonen, sowie Programm ’Biodiversität’ Kanton Luzern).
Der morphologische Zustand von rund einem Drittel der Fliessgewässer ist im Kanton Luzern im Jahre 2004 nach Methode des BAFU (Ökomorphologie Stufe F) erfasst worden. In der Erhebung sind weiter Längsvernetzung, Zustand der Uferbereiche, sowie Massnahmen zur Zustandsverbesserung der Gewässer enthalten.
Die Gewässer dienen in zunehmendem Masse der Erholungsnutzung breiter Bevölkerungskreise. Die hygienische Beurteilung von rund 17 See- und Flussbädern über die Badesaison gibt Auskunft über die Eignung dieser Gewässerstellen zum Baden.
Mikroverunreinigungen sind organische Spurenstoffe, die in sehr tiefen Konzentrationen (Milliardstel- bis Millionstel-Gramm pro Liter) in den Gewässern nachgewiesen werden. Bei diesen Stoffen handelt es sich um Inhaltsstoffe von Pflanzenschutzmitteln, Arzneimitteln, Körperpflegeprodukten und Reinigungsmitteln, welche über die Landwirtschaft und die Siedlungsentwässerung in Spuren in die Gewässer gelangen können.
Mikroverunreinigungen können bereits in tiefen Konzentrationen Schädigungen bei Wasserlebewesen hervorrufen (Stichworte dazu: Zwitterbildung bei Fischen oder Abnormalitäten in Wuchs und Verhalten). Nach heutigen Erkenntnissen sind die nachgewiesenen Konzentrationen in Grundwasser und Oberflächen-gewässern für die menschliche Gesundheit unbedenklich.
Geringe PCB-Belastung in Luzerner Gewässern
Mit einer Reihe von Spezialuntersuchen hat der Kanton Luzern die Belastung seiner Gewässer mit polychlorierten Biphenylen (PCB) geprüft. Die Messergebnisse bestätigen: Sämtliche Dioxin- und PCB-Werte in Fischen aus Gewässern im Kanton liegen deutlich unter dem Grenzwert. Der Konsum dieser Fische ist somit unbedenklich. Es ist davon auszugehen, dass im Kanton Luzern keine lokalen PCB-Punktquellen bestehen, die Gewässer oder darin lebende Fische belasten.
Verunreinigungen beeinträchtigen die Gewässer, insbesondere die Fische und andere Wasserlebewesen.
Gemeldete Ereignisse werden von der Umweltschutzpolizei erfasst und statistisch ausgewertet.
Auch in Luzerner Gewässern lassen sich Pflanzenschutzmittel nachweisen.
In Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau wurden Pestizide untersucht.
Die Kampagne "Stopp den Giftzwerg" informiert über den sorgfältigen Umgang mit Chemikalien in Haus und Garten: www.giftzwerg.ch

