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Hintergrundinformation zur Badewasserqualität


Die Beurteilung der Badewasserqualität erfolgt nach der Empfehlung für die hygienische Beurteilung von See- und Flussbädern (Mitteilung zum Gewässerschutz Nr. 7 des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft 3003, Bern, 1991) .


Die Badegewässer werden nur zu Zeiten beprobt, an denen auch Badewetter herrscht. Die Dienststelle Umwelt und Energie untersucht teilweise von behördlicher Seite bezeichnete Badeplätze, teilweise auch andere Bereiche von Oberflächengewässern von kantonalem Interesse.  


Die Anzahl Keime an Escherichia Coli (abgekürzt E. coli)  in 100 ml Wasser sowie der Nachweis von Salmonellen in 1000 ml Wasser ist für folgende Einteilung in Qualitätsklassen von A bis D bestimmend.


Qualitätsklasse

E. coli pro 100 ml

Salmonellen pro 1000 ml

A

weniger als 100

nicht nachweisbar

B

100 bis 1'000

nicht nachweisbar

C

bis 1'000
mehr als 1'000

nachweisbar
nicht nachweisbar

D

mehr als 1'000

nachweisbar


Der Nachweis von Escherichia coli - Bakterien weist auf eine Verunreinigung des Wassers durch Fäkalien hin und ist demzufolge auch ein Indiz für die Anwesenheit von krankheitserregenden Darmbakterien oder Viren.


Salmonellen sind Bakterien, die bei Mensch und Tier mit der Aufnahme Durchfälle auslösen können. Der Nachweis zeigt auf, dass im Wasser weitere krankheitserregende Darmbakterien und Viren vorhanden sein können.


Ursachen ungenügender Badewasserqualität


Einleitung von gereinigtem Abwasser aus Kläranlage: Kläranlagen sind normalerweise technisch nicht dazu ausgerüstet, das Abwasser auch hinsichtlich schädlicher Keime zu reinigen. Entsprechend hoch ist die Zahl der krankheitserregenden Bakterien, die im gereinigten Abwasser verbleiben und nach der Einleitung im Gewässer nachgewiesen werden können.


Abschwemmung, diffuse Einleitungen: Im Zusammenhang mit Regenereignissen werden aus der Kanalisation, von Strassen und Plätzen, sowie von landwirtschaftlichen Nutzflächen Schmutzstoffe und schädliche Keime in die Gewässer ausgewaschen. So lassen sich auch krankheitserregende Bakterien einige Tage nach einem Starkregen im Gewässer weiterhin nachweisen. Danach stellt sich wiederum die natürliche Mikrobiologie der Gewässer ein, ohne dass für den Menschen schädliche Keime in grösserer Anzahl vorhanden sind.