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Das Grundwasservorkommen des Wigger- und Lutherntal


Ausdehnung


Das Grundwasservorkommen im Luzerner Luther- und Wiggertal verläuft entlang der Fliessgewässer Enziwigger, Buechwigger, Seewag, Luther bis an die Kantonsgrenze AG (Reiden – Wikon – Zofingen) und bildet nach demjenigen im Reusstal das zweitgrösste Vorkommen im Kanton Luzern.


Hydrogeologische Verhältnisse


Der Felsuntergrund im Luther- und Wiggertal besteht aus flachliegenden Sandstein- und Nagelfluhformationen der Oberen Meeres- und Süsswassermolasse. Mit Ausnahme eines übertieften Felsbeckens bei Alberswil-Ettiswil-Wauwil, das mit Seesedimenten und Moräne aufgefüllt ist, sind die Schotter und die heutige Talsohle würmeiszeitlichen Ursprungs. Die Schotter besitzen im Allgemeinen eine gute bis sehr gute Durchlässigkeit und sind 10 bis 20 m mächtig. Die Durchflussmengen betragen im Talquerschnitt der Wigger bei Widenmühle und dem Querschnitt des Taltrogs bei Gettnau zusammen ca. 25'000 l/min. Im Gebiet Ettiswil-Alberswil exfiltriert jedoch der grösste Teil des Grundwassers in die Oberflächengewässer. Unterhalb von Schötz wird der Grundwasserstrom aus dem Einzugsgebieten des unteren Wiggertals wieder neu aufgebaut, dass der Grundwasserdurchfluss bei der Kantonsgrenze wieder etwa 22’000 l/min beträgt.


Wasserqualität


Das Grundwasser im Luther- und Wiggertal weisst durchwegs gute chemische und bakteriologische Eigenschaften auf. Allerdings sind die Nitratgehalte etwas höher als im Reusstal und im Tal der Kleinen Emme, da das Grundwasser weniger mit Flusswasser angereichert wird.


Nutzung


Es werden jährlich 1.8 Mio. m3 Grundwasser zu Trink- und Brauchwasserzwecken gefördert. Davon benötigt die Industrie rund 23%. Das wichtigste zukünftige Nutzungsgebiet befindet sich bei Burgrain. In diesem Gebiet und an neun weiteren Standorten sind Grundwasserschutzareale ausgeschieden, womit die zukünftige Trinkwasserversorgung gesichert werden soll.