
Im Kanton Luzern leben 15% aller Personen in einem Gebäude, bei welchem die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung nicht eingehalten werden. Dies sind mehr als 53'000 Personen. Etwa 7‘500 Menschen wohnen oder arbeiten an Orten, wo der Strassenlärm sogar den Alarmwert überschreitet.
Am stärksten betroffen sind die Stadt Luzern und die Agglomerationsgemeinden. Vor allem entlang der Hauptachsen liegt die Lärmbelastung oft über den Grenzwerten. An den Quartierstrassen dagegen sind die Grenzwerte nur vereinzelt überschritten. Durch die Einführung von Tempo-30-Zonen (v.a. in der Stadt Luzern) hat sich dort die Lärmsituation deutlich verbessert.
Die zunehmende Verlärmung von städtischen Siedlungsgebieten zeigt negative soziale und ökonomische Auswirkungen. Es kommt zu einem Teufelskreis: Die Flucht vor Lärm führt zu einer Zersiedelung der ländlichen Gebiete und die dadurch verursachten Pendlerströme führen wiederum zu einer stetig zunehmenden Lärmbelastung in den Zentren.
Selbst auf der Landschaft sind alle Ortsdurchfahrten über dem Immissionsgrenzwert stark mit Lärm belastet. Dort allerdings werden Pegel über den Alarmwerten nur vereinzelt erreicht.
5'250 Wohnhäuser über dem Immissionsgrenzwert belastet
550 Wohnhäuser über dem Alarmwert belastet.
mehr als 53'000 Menschen über dem Grenzwert belastet
davon 7'500 Menschen über dem Alarmwert.


