
Die Zentralschweizer Umweltschutzdirektionen-Konferenz (ZUDK) gab im Jahr 2000 einen gemeinsamen Massnahmenplan Luftreinhaltung heraus. Dieser Massnahmenplan I wurde 2007 vom Kanton Luzern durch einen Teilplan Ammoniak und 2008 durch einen Massnahmenplan II ergänzt.
Die folgende Massnahme aus dem Massnahmenplan I wurde vom Regierungsrat des Kantons Luzern beschlossen (Mai 2002):
2002 setzte der Bund die Baurichtlinie Luft in Kraft. Mit der Massnahme "Emissionsminderungen auf Baustellen" wird gewährleistet, dass die Baurichtlinie wirksam und koordiniert in der ganzen Zentralschweiz umgesetzt wird. Für Bauverfahren, Baumaschinen und -geräte werden einheitliche Vorschriften und Auflagen erlassen. So müssen z.B. Maschinen mit Dieselmotoren in Zukunft mit Partikelfiltersystemen ausgerüstet werden. 2004 wurde das Baugewerbe entsprechend geschult.
Auch folgende Massnahmen aus dem ZUDK-Massnahmenplan I werden weiterverfolgt (Regierungsratsbeschluss vom Mai 2003):
Diese Massnahme befasst sich mit den Auswirkungen des Verkehrs (besonders des Transitverkehrs), der auf den Zentralschweizer Nationalstrassen fliesst. Die Massnahme umfasst im Wesentlichen
einen Bericht, der die Verkehrsentwicklung der vergangenen Jahre interpretiert
eine Befragung der Bevölkerung im Transitkorridor zum Befinden
aktualisierte Verkehrs-, Emissions- und Immissionsprognosen
Hinweise auf wichtige Zusammenhänge mit laufenden Alpentransit-Aktivitäten.
Der Bund betreibt in den Kantonen Luzern und Uri je eine Messstation. Die Messdaten stehen der ZUDK zur Verfügung.
Mit einer Ausweitung der polizeilichen Kontrollen werden auf den Nationalstrassen diejenigen Fahrzeuge erkannt und der Reparatur zugeführt, die einen hohen Schadstoffausstoss aufweisen. Bei der Umsetzung dieser Massnahme gibt es eine Verzögerung, weil der Bund mit dem Bau der geplanten Kontrollzentren im Rückstand ist. Trotzdem wurden 2004 im Rahmen der üblichen Polizeikontrolle bereits ca. 4'000 Lastwagen geprüft und dabei auch die Abgaswartung kontrolliert.
Mit dieser Massnahme kann eine wesentliche Reduktion der Schadstoffemissionen erreicht werden, indem Dieselbusse etappenweise mit Partikelfiltern ausgerüstet werden. In einer ersten Phase stehen die Partikelemissionen (PM) und die Stickoxide (NOx) von Bussen im Vordergrund. Bis jetzt wurden ca. ein Drittel der Busse im Kanton Luzern mit Partikelfiltern ausgerüstet. Später sollen auch Diesellokomotiven, Schiffe usw. saniert werden.
Die Massnahme beinhaltet eine intensive Zusammenarbeit in der Zentralschweiz, was die Anwendung von Energiesparnormen und die Förderung von energieoptimiertem Bauen anbelangt. In erster Linie wurden die Wärmedämmvorschriften an die neue SIA-Norm 380/1 angepasst. Diese Norm wurde in den Zentralschweizer Kantonen Mitte 2004 mit harmonisierten Vollzugsunterlagen eingeführt.
Hier ist zwischen grossen Feuerungen (Wärmeleistung > 70 KW) und kleinen Feuerungen (Wärmeleistung 70 KW) zu unterscheiden.
Die Teilmassnahme für grosse Holzfeuerungen beinhaltet eine regelmässige Kontrolle der ca. 400 Anlagen, die es in der Zentralschweiz gibt. Diese Teilmassnahme wird im Kanton Luzern bereits seit längerem umgesetzt und mit den anderen Kantonen harmonisiert.
Die Teilmassnahme für kleine Holzfeuerungen (Cheminées, Holzöfen usw.) wird in zwei Phasen realisiert. In einer ersten Phase liegt der Schwerpunkt auf der Beratung, in der zweiten Phase soll die Beratungstätigkeit fortgesetzt und durch eigentliche Kontrollen und Sanktionen ergänzt werden.
Feedback Verkehr
Diese Massnahme sah vor, die Verkehrsteilnehmer „on the road“ über zweckmässiges Verkehrsverhalten u.a. zu informieren.
Verkehrsmanagement auf Nationalstrassen
Vorgesehen war, auf ausgewählten Abschnitten der Zentralschweizer Nationalstrassen die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten zeitlich befristet herabzusetzen. Die ZUDK hat die Ergebnisse der bisherigen Arbeiten der Konferenz der Zentralschweizer Baudirektoren übergeben.
Publikumsintensive Anlagen und Veranstaltungen
Kurzfristig sollten die Anforderungen an Stadien, Konzerthallen usw. harmonisiert, später eine Strategie ausgearbeitet werden zur aktiven Lenkung der Verkehrsentwicklung.
Schwerölfeuerungen
Die Massnahme verfolgte das Ziel, die bestehenden Schwerölfeuerungen zu sanieren und damit die Stickoxid-Emissionen zu reduzieren. Die Sanierungsmöglichkeiten beschränken sich jedoch auf die Dätwyler AG und die Perlen Papier AG, und diese Arbeiten sind im Rahmen des normalen Vollzugs zu erledigen.

