

Radon ist ein natürlicherweise im Boden vorkommendes radioaktives Edelgas. Es entsteht beim Zerfall von Uran, welches in Mineralien des Gesteins vorkommt, und kann mit Bodenluft aus dem Untergrund in Gebäude eindringen. Wird Radon eingeatmet, wirkt die Strahlung des Radons und seiner Folgeprodukte direkt auf das Lungengewebe und kann so Lungenkrebs verursachen. Das Risiko nimmt mit steigender Konzentration und Expositionsdauer zu.
Im Kanton Luzern gibt es keine Gemeinden mit einem hohen Radonrisiko. Andererseits gibt es im ganzen Kanton vereinzelte Gebäude mit einer leicht erhöhten Radonbelastung. Bei 2 bis 4% aller Gebäude muss mit mehr als 300 Bq/m3 in bewohnten Räumen gerechnet werden. Auf Grund der unkritischen Radonbelastung führt der Kanton Luzern bis auf Weiteres keine Messkampagnen durch. Als Privatperson können Sie trotzdem jederzeit Messungen durchführen lassen. Wir beraten Sie gerne.
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Neuer Grenzwert vorgeschlagen - Die WHO empfiehlt in einem 2009 publizierten Handbuch allen Staaten, eine möglichst tiefe Belastung mit Radon anzustreben und einen Grenzwert von 100, höchstens aber 300 Bq/m3 festzulegen.
Das Bundesamt für Gesundheit schlägt deshalb eine Senkung des Grenzwertes in der Schweiz von 1000 auf 300 Bq/m3 vor. Bis anhin mussten die Kantone mittels Messungen Gebiete mit erhöhter Radonkonzentration ausscheiden (so genannte Radongebiete). Dieses Konzept der Radongebiete wird aufgegeben, da der neue Grenzwert von 300 Bq/m3 überall in der Schweiz überschritten werden kann.
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Risiken von Radon und vom Rauchen - An Hand von bereits gemessenen Radonkonzentrationen lässt sich das Risiko für von Radon verursachten Lungenkrebs abschätzen.
Radon im Kanton Luzern - Seit 1996 wurde die Radonkonzentration in über 2000 Wohnhäusern im Kanton Luzern gemessen.
Massnahmen zum Schutz vor Radon - Radon kann aus dem Untergrund in Gebäude eindringen, wenn die Bauhülle gegenüber der Bodenluft undicht ist, also beispielsweise bei Häusern mit Naturkellern.
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Umwelt und Energie (uwe)
Abteilung Energie, Luft und Strahlen > Bucher Peter
Libellenrain 15
6002 Luzern
Öffnungszeiten
08.00 bis 12.00 Uhr
13.30 bis 17.00 Uhr
Die Radonkonzentration kann auf einfache und kostengünstige Weise mit einem Dosimeter gemessen werden. Ein Dosimeter ist kaum grösser als eine Tasse und kann bei anerkannten Messstellen bezogen werden.
Die Einheit der Radonkonzentration ist Bq/m3 (Becquerel pro Kubikmeter). Dies entspricht der Anzahl radioaktiver Zerfälle pro Sekunde in einem Kubikmeter Luft. Im Freien in Bodennähe beträgt die Konzentration ungefähr 10 Bq/m3.
Radonmessungen sind sinnvoll...
wenn Sie in einem Haus mit Naturkeller oder in einem älteren Gebäude mit Rissen im Fundament wohnen,
wenn Sie in einem Neubau die Schutzwirkung des Unterbaus überprüfen wollen,
wenn Sie bei einer Handänderung der Liegenschaft die Radonkonzentration kennen möchten.
Wir empfehlen, die Radonkonzentration jeweils im Winterhalbjahr sowohl im Keller als auch im exponiertesten der bewohnten Räume zu messen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit .

